Mitglieder und Anwohner stehen hinter dem Brauchtum
Seit Jahrhunderten gehört das Sammeln und Spenden von Eiern zum festen Brauchtum der Junggesellenvereine. Auch in Wolsdorf wurde diese Tradition jetzt wieder gepflegt. Rund 40 Mitglieder des Junggesellenvereins beteiligten sich an der Aktion, obwohl der Verein insgesamt etwa 130 Mitglieder zählt. Treffpunkt war das Restaurant Kastanienhof auf der Papagei, Dort kamen die Teilnehmer zusammen, bevor sie den traditionellen Brauch fortführten. Einschließlich der angrenzenden Nebenstraße die angesteuert wurden sind. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die gesammelten Eier, sondern vor allem die Pflege der Gemeinschaft und der Erhalt eines alten Brauchtums. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf das Maikönigspaar 2026 mit König Jan Schulte und Königin Sophie Pfeifer, das den Verein im kommenden Jahr repräsentieren wird.
Mitglieder und Anwohner stehen hinter dem Brauchtum
Für viele Mitglieder gehört die Aktion selbstverständlich zum Vereinsleben dazu. Mehrere Teilnehmer beschrieben die Tradition als festen Bestandteil des Vereins. Aussagen wie „Muss sein, ist Tradition“, „Korrekt und cool“ oder „Gehört zum Verein“ zeigen, welchen Stellenwert das Brauchtum innerhalb der Gemeinschaft besitzt. Besonders ältere Mitglieder sehen darin eine Verbindung zwischen den Generationen. Jüngere Vereinsmitglieder wiederum erleben die Veranstaltung als Möglichkeit, aktiv am Dorfleben teilzunehmen und Verantwortung für die Traditionen ihres Heimatortes zu übernehmen.
Auch bei vielen Anwohnern in Wolsdorf stößt die Fortführung des Brauchs auf Zustimmung. Zahlreiche Bürger begrüßen, dass alte Traditionen weiterhin gepflegt werden. „Ich finde es klasse, dass die Traditionen weiterleben“, sagte eine Anwohnerin am Rande der Veranstaltung. Andere bezeichneten die Aktion als „schönes Brauchtum“ und lobten den Einsatz der Vereinsmitglieder. Die positive Resonanz zeigt, dass solche Veranstaltungen für viele Menschen mehr sind als reine Vereinsaktivitäten. Sie gelten als Teil der lokalen Identität und stärken den Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft.
Die Tradition des Eier Sammelns reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück und zählt zu den ältesten Bräuchen vieler Junggesellenvereine. Ursprünglich diente sie dazu, Feste und gemeinschaftliche Veranstaltungen zu unterstützen. Bis heute hat der Brauch nichts von seiner Bedeutung verloren. Zwar haben sich Abläufe und Rahmenbedingungen im Laufe der Zeit verändert, doch der Grundgedanke blieb erhalten: Gemeinschaft pflegen, Verantwortung übernehmen und Traditionen bewahren. In Wolsdorf wurde deutlich, dass dieser Gedanke auch heute noch von vielen Menschen getragen wird.
Vom 29. bis 31. Mai findet die Wolsdorfer Kirmes in der Jakobstraße statt.
Der JGV Rosenhügel freut sich über Ihren Besuch. (MAB)

