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Dienstag, 16. Dezember 2025
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Gedenkstätte Landjuden an der Sieg: Workshop Argumentationstraining gegen Antisemitismus mit Saskia Klemp M.A. wird for…

Datum:

Rhein-Sieg-Kreis (hei). Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) verzeichnet eine deutliche Zunahme antisemitischer Straftaten seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023. Viele Jüdinnen und Juden fühlen sich weltweit Anfeindungen und gewalttätigen Angriffen ausgesetzt.

Es ist für jede Gesellschaft, aber insbesondere in Deutschland nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen Diktatur und der Schoah, wichtig, gegen menschenfeindliches Denken, gegen Entmenschlichung und jede Form von Diskriminierung zu argumentieren und sich klar für eine verfasste und demokratische Gesellschaft zu positionieren. Antisemitismus ist hierbei ein gravierendes und oft weiterhin unterschätztes Problem. Jüdinnen und Juden, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten, Initiativen und anderen politischen Institutionen, sind Anfeindungen und Übergriffen ausgesetzt.

Doch wie kann man antisemitischen und diskriminierenden Parolen entgegentreten?

Im Kontext des Veranstaltungsprogrammes fanden bereits zwei Seminare zum Thema Antisemitismusprävention statt. Hier ging es vorwiegend um die Vermittlung eines informativen Überblicks über die Geschichte des Phänomens Antisemitismus als ideologische Weltanschauung in Geschichte und Gegenwart. Hierbei entstand der Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, den Praxisbezug zu vertiefen. Bei diesem Workshop liegt nun die Erprobung von Argumentationen, Diskussionen und Auseinandersetzungen über antisemitische Anfeindungen im Fokus. Wie kann man mutig einen Standpunkt vertreten? Wie kann man auf der Straße reagieren, wenn man Fälle antisemitischer Agitation beobachtet?

Die Veranstaltung dient vor allem der Überwindung von Ohnmacht und Überforderung im Angesicht von populistischen Vereinfachungen, Fake News und Vorurteilen. Sie möchte die eigene Verantwortung stärken, eine Gesellschaft zu fördern, die auf Respekt, Toleranz und Demokratie basiert. Alle sind willkommen.

Der Besuch der vorherigen Seminare ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Der kostenlose Workshop findet am Montag, 24. November, von 17 bis 20 Uhr, im Kreishaus, Raum Rhein, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, statt. Es wird um eine verbindliche Anmeldung beim Kreisarchiv, entweder telefonisch über 02241 13 2928 oder per E-Mail an gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de gebeten. Die maximale Teilnehmerzahl sind 25 Personen.

Hinweis:

Von März bis November ist die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, in 51570 Windeck-Rosbach an den ersten und dritten Sonntagen im Monat (außer an christlichen und jüdischen Feiertagen) von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind Gruppenführungen (ab zehn Personen) nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

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