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Dienstag, 23. Juli 2024

Holocaust-Gedenktag

Datum:

Vortrag zum Schicksal Siegburger Jüdinnen und Juden

Vor 79 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit. Seit 1996 gedenkt Deutschland jährlich am 27. Januar offiziell der Opfer des Nationalsozialismus. Auschwitz steht wie kein anderes KZ als Symbol für den millionenfachen Mord des NS-Regimes vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen. Deshalb wurde der Tag der Befreiung im Jahr 1996 zum ersten Mal als nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar in einer Resolution offiziell zum internationalen Holocaustgedenktag.

„Es ist wichtig, sich der Menschen zu erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden“, so Landrat Sebastian Schuster. „Der Tag des Gedenkens erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: an Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Zwangsarbeiter, Homosexuelle, politische Gefangene, Kranke und Behinderte und andere, also an all diejenigen, die die nationalsozialistische Ideologie zu Feinden erklärt und verfolgt hatte.“

Im Stadtmuseum Siegburg findet anlässlich des Gedenktages eine Veranstaltung der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg in Kooperation mit der Stadt Siegburg statt. Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt wird zusammen mit Saskia Klemp einen Vortrag mit dem Titel „Von Siegburg nach Auschwitz. Siegburger Jüdinnen und Juden als Opfer der Schoa“ halten. Dabei sollen zunächst die Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz sowie der Deportationszüge aus dem Rheinland dorthin kurz skizziert werden.

Die Referentinnen werden anschließend die Lebenswege einiger jüdischer Bürgerinnen und Bürger nachzeichnen, die ihre Heimat Siegburg nicht verlassen konnten oder wollten, letztendlich deportiert und in Auschwitz ermordet wurden. Mit dem Vortrag soll ein Stück Erinnerung an die Geschichte und die Opfer der NS-Diktatur lebendig gehalten werden.

Im Anschluss führt Jan Gerull für das Historische Archiv der Stadt Siegburg durch den Ausstellungsbereich „Siegburg in der NS-Zeit“ im Siegburger Stadtmuseum.

Die etwa eineinhalbstündige Veranstaltung im Siegburger Stadtmuseum am Samstag, 27. Januar, beginnt um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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