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Donnerstag, 18. Juli 2024

Maipolizei vereitelte Fluchtversuche

Datum:

Feuer und Flamme beim Kirmesgericht von Alt-Wolsdorf

Selbst der Himmel ließ ein paar Tränchen regnen. Denn mit dem Ende der Wolsdorfer Kirmes nahte noch ein weiteres Ende: Nämlich das des „Pajas“. Dieser musste sich nämlich auch in diesem Jahr zum Abschluss der Wolsdorfer Kirmesfeierlichkeiten traditionell wegen all seiner Vergehen und Schandtaten vor dem Kirmesgericht des Junggesellenvereins und Männerreih „Eintracht“ 1895 Siegburg Alt-Wolsdorf e. V. verantworten. Dass dies auch diesmal kein gutes Ende für ihn nehmen würde, war schon zu vermuten, als er unter dem klingenden Spiel des Wolsdorfer Tambourcorps „In Treue Fest“ 1953 e. V. mit einem kleinen Festzug von der Hubertus-Kapelle aus in einer Schubkarre vor Gericht geführt wurde.

Die traditionelle Gerichtsverhandlung des JGV Alt-Wolsdorf, die regelmäßig an der Ecke Wolsdorfer Straße/Dammstraße stattfindet, offenbarte dann auch erwartungsgemäß, dass sich der „Pajas“ auch diesmal wieder vieles hatte zuschulden kommen lassen. Die Palette seiner zahlreichen Untaten, für die er an diesem Abend büßen sollte, reichte von leichten Personen- und Sachschäden bis hin zu Fällen schwerer Sabotage. Zu letzterer zählte insbesondere, dass er den eigentlich für den sonntäglichen Festzug vorgesehenen VW Käfer außer Betrieb gesetzt hatte, so dass für Maikönigin Sophia I. (Scheibler) und Maikönig Christian I. (Ciecior) kurzfristig ein anderes Cabriolet organisiert werden musste. Selbst vor diversen persönlichen Attentaten bei Auf- und Abbauarbeiten sowie bei Besuchen anderer Maifeste schreckte der „Kirmeskerl“ offenbar nicht zurück.

In Anbetracht der vielen schwerwiegenden Anklagepunkte stand der Urteilsspruch von „Kirmesrichter“ Fabian Schäfer schnell fest. Da nützte auch das Jammern und Wehklagen der „designierten Witwe“ Elias Nelles nichts, die sogar einen Entführungsversuch unternahm, um den Angeklagten vor seiner verdienten Strafe zu bewahren: Sie schnappte sich den Unhold und nahm die Beine in die Hand. Dabei war sie so flink, dass es für die beiden Maipolizisten Marco und Mario Krautscheid kein leichter Job war, die beiden an der Flucht zu hindern. Nach einem wahren „Katz-und-Maus-Spiel“ gelang es ihnen dann aber schließlich doch noch, den Angeklagten und seine Fluchthelferin einzukreisen und zu stellen. Auch ein weiterer Fluchtversuch konnte von der nun vorgewarnten Maipolizei der „Eintracht“ im Keim erstickt und vereitelt werden. So konnte das Urteil nach seiner Verkündung dann auch sogleich vollstreckt werden: Während die beiden „Kirmesmessdiener“ Julian Krämer und Klaus Stock die „Kirmesgemeinde“ noch mittels Klobürsten und klarem Spritzwasser erfrischten, stand der Verurteilte schon bald nach den obligatorischen Abschiedsgesängen von „Kirmespastor“ Ludger Ellenberger weisungsgemäß lichterloh in Flammen. Die anwesende Wolsdorfer Löschgruppe III der Freiwilligen Feuerwehr durfte erst nach vollständigem Vollzug des Urteils eingreifen.

Das Wolsdorfer Tambourcorps „In Treue Fest“ intonierte den Trauermarsch zur „Beerdigung der Kirmes“ und begleitete musikalisch den traditionellen Ehrentanz des „Kirmespastors“ mit der nun nicht mehr nur „designierten Witwe“, bevor schließlich „Kirmesrichter“ Fabian Schäfer höchstselbst die Fahne kreisen ließ und ein letztes Ehrenschwenken für die diesjährige Kirmes vollführte.

Nach der öffentlichen Gerichtsverhandlung wurde gemeinsam mit dem erschienenen Publikum angestoßen: Auf die vergangene Kirmes – und auf die nächste. (https://www.jgv-altwolsdorf.de)

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