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Moderieren, netzwerken, beraten

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Claudia Gabriel blickt auf 39 Jahre als Fachberatung Gemeindecaritas zurück

„Für diese Vielfalt hätten andere Menschen mehrmals die Stelle wechseln müssen.“ Ein Gedanke, den Claudia Gabriel auf dem Weg in den Ruhestand beim Aussortieren alter Aufzeichnungen, bei der Sichtung früherer Presseartikel, bei der eigenen Rückschau immer wieder durch den Kopf ging. Denn in den 39 Jahren, die sie die Fachberatung Gemeindecaritas im Caritasverband Rhein-Sieg versah und Verbindungsglied zu allen rechtsrheinischen Kirchengemeinden war, änderten sich die Aufgaben, die zugleich auf verblüffende Art auch den Wandel der Gesellschaft spiegelten.

Als die diplomierte Sozialpädagogin 1987 im damals noch viel kleineren Verband mit Schreibmaschine und Tipp-Ex ihren Dienst aufnahm, da habe sie so ziemlich jede Frage beantworten müssen, die auch nur im weitesten Sinne mit dem „Sozialen“ zu tun hatte. „Alle wurden zu mir geschickt“, erinnert sie sich, „als Berufsanfängerin war ich da ganz schön gefordert.“ Es folgten zahlreiche Begleitungen ehren- und hauptamtlicher Projekte, für pflegende Angehörige etwa, für Engagierte in der Hospizarbeit. Mit den ersten Wellen von Flucht und Migration hatte Claudia Gabriel zu tun, als die Aussiedler kamen, die Geflüchteten aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Das Moderieren, das Netzwerken und der gute Austausch, das lag und liegt Claudia Gabriel sehr. So wuchs sie seit 2004 schnell hinein in die Gründung von „ZWAR-Gruppen“ – zwischen Arbeit und Ruhestand – die die Sozialpädagogin jeweils ein bis zwei Jahre auf dem Weg zum selbstständigen Netzwerk begleiteten. „Ohne dich hätte es diese ZWAR-Netzwerke in dieser Vielfalt nicht gegeben „, bedankte sich Vorstand Harald Klippel zum Abschied. „Die Idee, wie können wir Sozialraum entwickeln und wie bekommen wir Einsamkeit behoben, dass war für dich eine große Motivation, sich dafür einzusetzen.“

Einschneidend für die Arbeit der Gemeindecaritas zeigte sich eine Studie zur Erreichbarkeit der Hilfsangebote im ländlichen Raum. Claudia Gabriel wurde gerne Teil einer Arbeitsgruppe, die das Konzept der an die Kirchengemeinden angedockten Lotsenpunkte erarbeitete. Heute gibt es allein im Zuständigkeitsgebiet des Caritasverbands allein 15 Gruppen, die sie fachlich begleitete und, so Harald Klippel, „mit einer hohen Intensität auf den Weg“ gebracht hatte.

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