Von der Ilse-Hollweg-Brücke am Michaelsberg bahnte sich vergangenen Samstag ein gelber Schwarm seinen Weg durch den Siegburger Mühlengraben vorbei am Kreishaus und dem Ehemaligen Lüghausen-Areal bis hin zur Ziellinie an der Issac-Bürger-Straße zwischen Gauselmann-Baustelle und Obi-Parkplatz. Dort überquerte um 12:26 Uhr, knapp eine Stunde und 10 Minuten nach dem Start, die erste gelbe Badeente die Ziellinie, natürlich unter großem Jubel vor allem von denen, die sich für drei Euro eine „Entenpatenschaft“ gesichert hatten. Die Startnummer auf dem Bauch konnte zur Glückszahl werden, die Paten der ersten zehn Enten, die das Ziel überquerten, erhielten die Hauptpreise. Insgesamt wurden 200 Preise im Wert von über 11.000 Euro verlost; 3.000 „Adoptionsscheine“ wurden insgesamt verkauft.
Jugendbehindertenhilfe Siegburg Rhein-Sieg (JBH) organisiert das Wasserspektakel seit 2009 mit zahlreichen Unterstützern aus der Siegburger Wirtschaft und freiwilligen Helfern. Das „Entenrennen“ sammelte seitdem schon über 100.000 Euro für den guten Zweck. Der diesjährige Erlös geht an die inklusiven Kindertagesstätten Kinderburg „Veronika Keller“ und „Die kleinen Strolche“.
Dass von den 3.000 Enten keine Reißaus nahm, verhinderte eine Ölsperre der Feuerwehr am Ende der Strecke. Sicher ist sicher, schließlich ist in den vergangenen 16 Jahren die eine oder andere Ente schon mal entwischt, teilweise über die Sieg bis in den Rhein gelangt. Die DLRG fischte die Enten kurz vor der Ölsperre aus dem Wasser, warf sie ans Ufer, wo weitere Helferinnen und Helfer die Enten aufsammelten und in Gelben Tonnen verstauten.
Für einen „sauberen“ Wettkampf zwischen den Enten sorgte auch der Mühlengrabenverein: Dieser säubert das Gewässer im Vorfeld mehrfach gemeinsam mit den Mitgliedern des Kanuclubs Delphin Siegburg. Letztere sorgten mit Präsenz im Wasser dafür, dass sich keine Ente am Rand des Grabens verfing.
Die letzte Ente passierte die Zieleinfahrt rund zwei Stunden nachdem sie zu Wasser gelassen wurde. (pho)

