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Donnerstag, 18. Juli 2024

Nach der Schule: Was nun?

Datum:

Die Mittlere Reife? Mit oder ohne Q-Vermerk? Auch das schulische Fachabitur, die Fachhochschulreife bestanden mit mehr oder weniger guten Noten in dem einen oder anderen Fach? Gratuliere zu diesem Erfolg! Und wie geht`s weiter?

Vielleicht die Erkenntnis einer besonderen herausragenden Begabung? Und auch die Lust dazu, hier irgendwann einmal beruflich unterwegs sein zu können und zu wollen? Warum nicht? Wo doch so viele Menschen jammern, ihren Beruf nicht zu mögen, ihre Firma auch nicht und den Chef schon gar nicht. Ist bei denen schon weit vorher, z. B. sofort nach dem Ende der allgemeinbildenden Schule, einiges schiefgelaufen, aus welchen Gründen auch immer?

Wenn man jetzt an kreativ, künstlerisch begabte Schülerinnen und Schüler denkt, z. B. an die, die gerne malen, zeichnen, plastizieren, fantasievoll dekorieren, fotografieren, Geschichten erfinden, schreiben und illustrieren, mit der Hand, mit dem Computer, mit allen möglichen oder „unmöglichen“ Materialien, die alles um sich herum bewusst und mit leidenschaftlicher Neugier betrachten und gerne irgendwie erleben, und riesige Genugtuung und Abenteuer in den feinsten Details genießen, und die wahnsinnige Lust verspüren, andere Menschen „miterleben“ lassen zu wollen, und dabei glücklich, zufrieden und gut bezahlt zu werden. Dann gibt es nur eine ganz bewusste Lösung, sozusagen als eine Begabungsverpflichtung (!): Ein Kunst- und Designstudium in der RSAK in Hennef, in der 37 Jahre alten Rhein-Sieg-Akademie für realistische bildende Kunst und Design der staatlich genehmigten Rhein-Sieg-Akademie Kunstkolleg gGmbH. Das alles in einem überschaubaren, enthusiastischen, aber konkreten, von Fachkolleginnen und -Kollegen kreativen gut geplanten Rahmen, und bei Ausbildungskosten, die passgenau den Einkommensverhältnissen der Künstlereltern entsprechen. Es gibt seit 2021 kein monatliches Schulgeld mehr von ehemals pro Monat 370 Euro. Sondern es gibt, weil die staatlich genehmigte RSAK auch zum Teil refinanziert wird, nur noch einen Zusatz-Beitrag an den gemeinnützigen Förderverein, der sich nach dem Brutto-Jahreseinkommen der Eltern orientiert. So kann sich jeder begabte junge Mensch ein RSAK-Studium leisten.

Alle RSAK-Studienabschlüsse sind nicht nur staatlich anerkannt, sondern es sind staatliche Abschlüsse in der RSAK, nicht extern, und diese erlauben auf allen staatlichen Institutionen weiterzumachen oder quer einzusteigen.

Das RSAK-Grundstudium als staatlich genehmigte Berufsfachschule von zwei Jahren schließt mit dem staatlichen GTA, dem gestaltungstechnischen Assistenten ab. Nach drei Jahren zusätzlich, im GTA-Studium integriert, auch mit der „Fachhochschulreife“.

Voraussetzung für das Grundstudium GTA ist die Mittlere Reife mit oder ohne Q-Vermerk. Das Weiterstudium im Hauptstudium als staatlich genehmigte Fachschule schließt nach drei Jahren mit dem „staatlich geprüften Gestalter (Designer)“, dem Bachelor Professional und dem RSAK-Diplom ab. Die europäische Referenzzimmer des „Bachelor Professional“ Nr. 6 ist identisch mit der Bachelor of Arts- und Meisterprüfungsziffer.

Diese drei Jahre Hauptstudium bedeuten, zwei Jahre RSAK-Studium mit Präsenzpflicht. Die erste Hälfte des dritten Jahres ist der RSAK-Diplomarbeit mit Präsenzpflicht vorbehalten. Das letzte Halbjahr des BA. Prof- Studiums muss bereits beruflich mit Verdienst genutzt werden mit Kontakten zur RSAK und bis zum BA. Prof. und RSAK-Diplomabschluss noch mit allen Rechten und Pflichten als Studienzeit. Und dann?

Entweder man bleibt als BA-Prof. Designer mit RSAK-Diplom bei seinem letzten Arbeitgeber oder man bewirbt sich anderswo im großen Arbeitsmarkt der Werbung- und Kommunikationsindustrie, oder arbeitet als Freiberufler-Illustrator für Verlage und Medien.

Eine weitere Qualifizierung bis zum Master, ganz gleich wo auch immer, ist möglich.

Bei allen künstlerischen medialen Berufen sind Zeugnisse und Zertifikate bei Bewerbungen um einen Arbeitsplatz von zweitrangiger Bedeutung. Die bildenden Künstler punkten mit Arbeitsproben, die darstellenden Musiker, Schauspieler, Tänzer mit ihrem Vorspiel und die Journalisten, Redakteure, Schriftsteller und Dichter mit ihren Werken.

Wer nur auf schnell studierte, erlernte und damit kurzzeitig erworbene Zeugnisse und Zertifikate setzt und damit nur dem schick bedruckten Papier vertraut, hat seine berufliche Zukunft „auf Sand gebaut“. Mangelhafte Kompetenz und schwache Leistungsfähigkeit bleiben dem Arbeitgeber nicht lange verborgen. Spätestens damit ist die hastig erworbene oft schöne Urkunde keinen Pfifferling wert. Lernen und Lehren brauchen ihre Zeit, um nachhaltig auch „übermorgen“ noch zuverlässig Können, Kompetenz und Fertigkeit parat zu haben. So wie der Bodybuilder, viel Zeit und Übung investieren muss, um endlich das gewünschte Outfit präsentieren zu können und der Sportler und Musiker und der Dichter und Denker seine Gehirnzellen und der Handwerker langsam aber sicher und verlässlich aufbauen und trainieren muss, verlangt und braucht auch gerade eine besondere Begabung langsam aufbauende Zuwendung und Übung. Und das sogenannte motorische Gedächtnis? Z. B. in der Musik, ein Instrument zu spielen, schwimmen zu können, Fahrradfahren, Rollschuhlaufen und vieles mehr geht beinahe nie verloren, auch bei langer Pause, wenn es ihre Zeit hatte, sich zu bilden. Auch Gehirnzellen brauchen ihre Zeit, zu wachsen und ihr Training.

Unser Motto: Was du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen. Oder ein anderes RSAK-Motto! Willst Du Großes erreichen, fange mit Kleinem an, Deine Tadler werden schweigen, hast Du das Kleine großgetan.

Auf geht`s in eine kreative Zukunft, in der Ziele zwar wichtig, aber die Wege dorthin nicht nur spannend, sondern so richtig glücklich- und zufriedenmachend sind. Auf diesen Wegen zum Ziel ist man die längste Zeit unterwegs. Und dann mag man seinen Job, seine Firma und sogar seinen Chef. Eine mögliche Erfüllung eines Traums in einem Traumberuf, der auch noch so richtig satt macht! Von wegen brotlose Kunst und Hungerberuf! Der Künstler in der Werbung und Kommunikation ist die Energiequelle unserer sozialen Marktwirtschaft. Ohne diese Künstler ist Markt und Wettbewerb und die ausreichende Bevölkerungsversorgung nicht möglich.

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